Vom Heimvorteil profitierten nur die Männer
30. April 2026
Alle zeigen

Top-Bedingungen und internationales Flair

Views: 25

Mehr als 650 Starter beim 89. Weilheimer Aulauf – Premiere für die U6-Klasse

WeilheimBestes Frühlingswetter, gut gelaunte Teilnehmer und ein zufriedenes Orgateam. Beim Weilheimer Aulauf, der 2025 nach einer Pause ein erfolgreiches Comeback am namensgebenden Standort gefeiert hatte, gab es absolut nichts auszusetzen. „Wir hatten nochmal über hundert Anmeldungen mehr als zuletzt“, freute sich Andrea Kastner, die Abteilungsleiterin der ausrichtenden TSV-Leichtathleten, über den enormen Zuspruch bei der 89. Auflage des Traditionsbewerbs. Exakt 666 Läuferinnen und Läufer – vom Kleinkind bis zum Senior – hatten sich angemeldet.

Für die Kleinsten ließen sich die Veranstalter in diesem Jahr etwas Neues einfallen. „Wegen der vielen Anmeldungen hatten wir erstmals eine U6-Klasse“, erklärte Kastner. Und die Knirpse, die zum Teil mit dem Schnuller im Mund oder an der Hand der Mutter die 350-Meter-Runde um den Auweiher drehten, zeigten, dass sie die künftige Läufergeneration werden können. „Die haben richtig Gas gegeben“, staunte einer der vielen Zuschauer an der Strecke.

Der Sieger lag 2018 schon vorn

Ordentliches Tempo hatten davor schon die Erwachsenen beim Hauptlauf über zehn Kilometer gezeigt, mit dem die Veranstaltung traditionell begann. Allerdings gab es auch da eine kleine Änderung: Der Start wurde vom Pavillon am Ammerdamm etwas nach Norden an die Fußgängerbrücke gelegt. „Da ist mehr Platz zum Aufstellen“, sagte Volker Knöthig, der die Läufer mit seiner Starterklappe auf die Strecke schickte. Ein Trio setzte sich auf der flachen Strecke entlang der Ammer schnell vom Hauptfeld ab. Sieben Kilometer vor dem Ziel legte schließlich Andreas Posch nochmals einen Zahn zu. Der Sieger von 2018 holte sich bei den Männern in einer Zeit von 36:09 Minuten den ersten Platz. „Ich hatte am Ende noch gute Beine“, sagte der Läufer vom WSV Bad Tölz, der nur knapp über seiner Zehn-Kilometer- Bestmarke geblieben war. Zehn Sekunden hinter ihm landete Max Mulzer in 36:19 Minuten auf Rang zwei. „Eine schöne Strecke und eine schöne Veranstaltung lobte der Österreicher vom PSV Linz, der erstmals in Weilheim an den Start ging. Die internationale Note des diesjährigen Aulaufs unterstrich der Schweizer Timothee Alaux (Triathlon Club Zürich), der Platz acht (38:29) belegte. „Ich bin auf Familienbesuch im benachbarten Rott“, meinte der Ausdauersportler gut gelaunt.

Position drei sicherte sich ein Stammgast in der Au, Peter Vogt (Schönegger Käsealm), der 2025 das Rennen noch für sich entschied. „Ich bin zufrieden. Ich habe diesmal auf die zehn Kilometer trainiert und war eine Minute schneller als im Vorjahr“, sagte der Rottenbucher, der nach 36:50 Minuten die Ziellinie überquerte.

Bei den Damen holte sich Martina Zügel (LC Tölzer Land) den Sieg in 42:40 Minuten. „Hier ist alles super und so familiär“, sagte Zügel bei ihrem erfolgreichen Debüt in Weilheim. „Ich komme wieder und dann bringe ich auch meine Kinder mit“, versprach die schnellste Dame.

Nachwuchsläuferin ist die Schnellste

Im 5-Kilometer-Rennen, das wegen des ebenfalls großen Starterfelds nicht in der Au, sondern auch am Ammerdamm gestartet wurde, sicherte sich Emanuel Graßl (Trisport Erding) in 17:31 Minuten den Sieg vor Robert Goldschmidt (LG Staffelsee Murnau, 18:06 Minuten) und Matthias Bauer (18:22 Minuten) vom TSV Penzberg, der erneut mit einer großen Teilnehmerzahl in der Au vertreten war. Bei den Damen über fünf Kilometer war die Nachwuchsläuferin Leni Scheifl (Jahrgang 2011) vom SC Lenggries in 21:49 Minuten die Schnellste.

Zwischen den langen Distanzen waren mit großem Eifer auch zahlreiche Jungs und Mädels auf kürzeren Distanzen über 350 und 800 Meter rund um den Auweiher im Einsatz. Zum Abschluss lieferten sich auch noch 17 Jugend- und drei Erwachsenenstaffeln heiße Duelle über 4 x 800 Meter. Bei den Älteren gewann das Team „Mixed“ mit Fabian Gailler, Nico Kern, sowie Julia und Felix Kastner. Beim Nachwuchs sicherte sich der „Dachs-Express“ der TSV-Handballer mit Niklas Schikle, Paul Walser, Vincent Schubert und Ludwig Hösl den Sieg. Die Leichtathletik-Abteilung hatte mit über 50 Helfern für einen reibungslosen Ablauf und eine Bewirtung gesorgt.

[Quelle: Weilheimer Tagblatt/ Lokalsport; 05.05.2026; Roland Halmel]