Premiere 2026: Das 1. Weilheimer SPORT CAMP beim TSV 1847 Weilheim e.V.
20. Februar 2026
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Infoveranstaltung: TSV Weilheim stellt aktuellen Stand des Hallenprojekts vor

Yüksel Yapi (rechts) überreicht Thorsten Otto einen Spendenscheck für das TSV-Hallenprojekt aus einem Fußball-Benefizspiel im vergangenen Herbst. © Halmel

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Im vergangenen Sommer ging der TSV Weilheim mit seinem Großprojekt, das mittelfristig eine neue Sporthalle zum Ziel hat, in die Öffentlichkeit. Gleichzeitig startete der mit aktuell rund 4.800 Mitgliedern größte Sportverein in Oberbayern einen Spendenmarathon, um Eigenmittel für dieses kostspielige Vorhaben zu generieren. Das Spendenkonto ist inzwischen auf 130.000 Euro angewachsen, berichtete TSV-Präsident Björn Bartnik bei einer Infoveranstaltung, zu der knapp 60 Gäste in den Spiegelsaal des TSV Sportzentrums kamen.

Weilheim – Stark vertreten war dabei die Politik. Mit Angelika Flock (CSU), Felix Henkel (SPD), Morten Faust (FDP), Hans Ücker (Freie Wähler) sowie Tillman Wahlefeld (Bürger für Weilheim) war ein Großteil der Kandidaten für das Weilheimer Bürgermeisteramt erschienen. Die Resonanz bei den TSV-Mitgliedern, für die die Veranstaltung hauptsächlich gedacht war, hielt sich jedoch in Grenzen. „Das müssen wir als Hinweis darauf verstehen, dass die ungünstigen Folgen der Haushaltssituation auf das zukünftige Hallen- und Sportangebot in der Öffentlichkeit noch nicht hinreichend wahrgenommen werden“, bekannte Bartnik.

Hallenprojekt des TSV Weilheim – Appell von BR-Moderator

Ehe er zusammen mit seinem Stellvertreter Sebastian Krieger den aktuellen Stand des Projekts vorstellte, richtete Thorsten Otto, der im vergangenen Juli die Spendengala moderiert hatte, einen flammenden Appell an die An- und Nichtanwesenden. „Ich habe als junger Mensch als Basketballer fast alles gelernt, was ich für das Leben brauche. Weilheim braucht eine neue Halle, aber das geht nur, wenn alle an einem Strang ziehen, und wir dürfen dabei auch nicht so kleinkariert denken, wie sonst so oft in unserem Land“, warb der bekannte BR-Moderator vehement für das Hallenprojekt.

Im Anschluss erläuterte Krieger die Hallensituation in der Kreisstadt. Der TSV steht dabei vor dem Dilemma der steigenden Kosten für die Nutzung. „Im Worst-Case-Szenario müssen wir 400.000 Euro mehr im Jahr ausgeben“, so Krieger. Aber auch die zeitnah anstehende Sanierung der bestehenden Hallen bereitet dem TSV Bauchschmerzen. „Was passiert, wenn die Jahnhalle mehrere Jahre nicht zur Verfügung steht?“, fragte Krieger in die Runde. Für den Fall, aber auch um den sportbegeisterten Weilheimern, die nach wie vor zum TSV wollen, aber mangels Sportstätten auf Wartelisten festhängen, überhaupt ein Angebot machen zu können, benötigt die Kreisstadt eine weitere Halle.

Drei Varianten wären dabei für Bartnik denkbar. Der Anbau Nord ans Sportzentrum wäre mit veranschlagten 5 Millionen Euro der günstigste. Eine einfache Dreifachhalle würde mit etwa 8 Millionen zu Buche schlagen. Die große Lösung, die „Wolke 7“, die es in Freiburg gibt und die Bartnik priorisierte und in Bildern vorstellte, käme auf rund 12 Millionen Euro. „Wir sind in Verhandlungen mit der Stadt wegen eines Grundstücks und es gibt da auch eines, das ideal geeignet wäre“, führte Bartnik aus. „Wir benötigen es in Erbpacht, anders können wir das Projekt sonst nicht stemmen“, ergänzte der TSV-Präsident in der anschließenden Fragerunde. In der ging es eine gute Stunde lang unter anderem um die Einrichtung eines Projektplanungsteams, um das Interesse an dem Vorhaben zu steigern, aber auch um Ideen, wie weitere Gelder generiert werden können. „Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung aus dem Verein und der Weilheimer Bevölkerung, um das Projekt gemeinsam weiter voranzubringen“, erklärte Bartnik abschließend.