Weilheim – Erst siegen, dann feiern. Das war der Plan der Basketballer des TSV Weilheim bei ihrem Heimeinsatz am Faschings-Wochenende gegen den TSV Vaterstetten. Nach einigen Hochs und Tiefs in diesem Kellerduell setzten die Mannen von Coach Darryl Millwood ihren Wunsch dann auch in die Tat um. Mit einem 83:74 (36:41)-Heimerfolg fuhren die Kreisstädter wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Regionalliga Süd ein.
„Wir haben uns nach vielen Wendungen für eine kämpferische und konzentrierte Leistung über weite Strecken des Spiels belohnt“, zeigte sich TSV-Routinier Sebastian Betz danach erleichtert. „Eine geschlossene Mannschaftsleistung und das dominante dritte Viertel waren letztlich der Schlüssel zum Erfolg“, urteilte Betz, nachdem die Weilheimer mit dem ersten Sieg nach drei Niederlagen die rote Laterne abgeben konnten.
Nach ausgeglichenem Beginn drehten die Kreisstädter nach dem 11:12-Rückstand (6.) richtig auf. Angeführt von Betz, Alex Thumser und Anian Culum, der am Ende mit 24 Punkten erfolgreichster Werfer bei den Hausherren war, legte die Millwood-Truppe einen beeindruckenden 12:0-Lauf hin. Am Ende des Viertels lagen die Weilheimer so mit 28:17 in Front. Einige Wechsel bei den Gastgebern sorgten im zweiten Viertel dann aber für große Probleme in ihren Reihen. Die Fehlpässe und die ungenauen Abschlüsse häuften sich, darüber hinaus kam Vaterstetten ins Rollen. Bei den Gästen lief es wie am Schnürchen. Fast alle Versuche landeten im Korb, sodass sie erst aufholten, dann ausglichen und schließlich vorbeizogen. Nur acht magere Punkte im zweiten Durchgang bescherten den Weilheimern zum Seitenwechsel einen Rückstand von fünf Zählern.
In der Kabine hatte Coach Millwood offensichtlich die richtigen Worte gefunden, da seine Mannschaft nach der Pause mit deutlich mehr Tempo und Zug zum Korb auf das Spielfeld zurückkehrte. Auch die Treffsicherheit aus dem ersten Viertel kehrte zurück, sodass die Weilheimer mit einer 63:57-Führung in den Schlussdurchgang gingen. Die Vaterstettener stemmten sich im letzten Viertel zwar vehement gegen die Niederlage, „wir haben dem Druck aber standgehalten“, berichtete Betz. Vor allem sein Teamkollege Andreas Brem übernahm in der entscheidenden Phase Verantwortung. Mit seinen wichtigen Punkten und einer kämpferisch starken Abwehrleistung verteidigten die Gastgeber die Führung schließlich bis zur Schlusssirene.
Statistik
Weilheims Spieler und Punkte: Arian Culum 24/6 Dreier, Sebastian Betz 19/1, Andreas Brem 18/1, Alex Thumser 9, Matthias Modrock 6, Janis Modl 6, Lawrence Schüler 1, Greg Carter, Philip Merkl, Sebastian Niederreiter, Milan Preuß, Yannick Gerold.
[Quelle: Weilheimer Tagblatt/ Lokalsport; 18.02.2026; Roland Halmel]

