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1987 Chronik – Abteilung Schwimmen

1987 Chronik - Abteilung Schwimmen


Gesunder Sport - gesunde Abteilung

Man schrieb das Jahr 1972, das Hallenbad Weilheim ging seiner Vollendung entgegen. Gebaut durch den Landkreis Weilheim in erster Linie für den Schulsport, sollte es natürlich auch der Öffentlichkeit und den Vereinen zur Verfügung stehen. Einige Verantwortliche im TSV Weilheim erkannten rechtzeitig, welche Chance sich hier für die Gründung einer Schwimmabteilung bot und am 11.8.1972 war es dann soweit: 16 Interessierte, darunter die gesamte Vorstandschaft des TSV, versammelten sich im Vereinsheim am Zotzenmühlweg und hoben das jüngste Kind des TSV, die Schwimmabteilung, aus der Taufe. Wohl nicht ganz ohne Hintergedanken wurde das Kreistagsmitglied Erwin Weiß mit der Abteilungsleitung betraut, galt es doch, die auf die Abteilung zukommenden finanziellen Probleme hinsichtlich der Hallenbenutzungsgebühren zu lösen. Viele Gespräche zwischen Landrat Dr. Georg Bauer, Bürgermeister Dr. Johann Bauer, Kreiskämmerer Edi Treiblmair und Abt.-Leiter Erwin Weiß wurden geführt. Nach 2 Jahren finanzieller Durststrecke, die nur durch die Durchführung kostenpflichtiger Schwimmkurse überbrückt werden konnten, war es dem großzügigen Entgegenkommen der Stadt Weilheim zu verdanken, daß die Probleme gelöst wurden. Schon in der ersten Abteilungsversammlung 1974 konnte TSV-Vorsitzender Jürgen Bayer feststellen, daß die Schwimmabteilung „zu einer blühenden Abteilung" im TSV geworden sei. Der Abteilungsvorstand bestand zu diesem Zeitpunkt aus Erwin Weiß, Georg Ringholz, lngrid Winter, Max Kriesmair, Werner Makosch, Wolfgang Sonn, Erich Mittelstädt, Thomas Röttger und Willy Winter.

Vom Einweihungsschwimmfest im Hallenbad am 14.1.73, einer Mammutveranstaltung (u. a. auch mit den Isarnixen), über die von der Arge Schwimmen (TSV, Post SV und Wasserwacht) durchgeführten Schwimmkurse für Kinder bis zu den allgemeinen Schwimmwettbewerben in Kreis und Land war die neue Abteilung äußerst aktiv; der unermüdliche Einsatz und nicht zu überbietende Idealismus der Übungsleiter und Helfer trug die ersten Früchte. Besonders hervorzuheben sind hier Georg Ringholz und Wolfgang Sonn. Innerhalb von 2 Jahren war die Schwimmabteilung zur drittgrößten Abteilung im TSV herangewachsen.

Die gebührenpflichtigen Kinderschwimmkurse, die bis 1976 aus finanziellen Gründen durchgeführt wurden, konnten eingestellt werden. Der Mitgliederzuwachs erlaubte es, sich mehr und mehr dem Breitensport zu widmen; jährlich wurde über 100 Kindern in den normalen Übungsstunden das Schwimmen beigebracht. Erfreuliche Wettkampferfolge, Skiferien, Gemeinschaftsabende, Nikolausschwimmen und Weihnachtsfeiern förderten den Zusammenhalt und die Kameradschaft.

1980 wurde Mädi Weber als Jugendleiterin gewählt. Zusammen mit den ehrenamtlichen Übungsleitern und Helfern gab sie der Abteilung viele neue Impulse. Im Frühjahr 1984 konnte das 300. Mitglied begrüßt werden. Mitglieder der Schwimmabteilung sind fast ausschließlich Kinder und Jugendliche. Es entspricht dies durchaus der Zielsetzung der Abteilungsleitung, nicht eine kleine Spitze von Leistungsschwimmern heranzuziehen, sondern möglichst vielen Kindern und Jugendlichen sportliche Betätigung zu ermöglichen, die, wie das Schwimmen, ganzjährig mit geringen Kosten ausgeübt werden kann - wobei Schwimmen zu den gesündesten Sportarten überhaupt gehört.

Dieses Ziel konnte und kann jedoch nur dadurch erreicht werden, weil eine große Zahl von Idealisten als Übungsleiter tätig waren und sind: lngrid Scherer, Zdena Dusek, Anneliese Tausend, Annette Günther, Wolfgang Hall, Michael Hahn, Michael Makosch, Andrea Ringholz, Martina Rauch, Helga Reindl, Jürgen Stahlberg und viele andere haben Anteil daran, daß nicht nur das Schwimmen, sondern auch die Schwimmabteilung außerordentlich ,,gesund“ ist.

Erwin Weiß

Quelle : Jubiläumsheft zum 140 jährige Jubiläum des TSV 1847 Weilheim e.V. im Jahr 1987