Der TSV von 1951 – 1960
17. März 2016
Der TSV von 1981 – 1990
17. März 2016
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Der TSV von 1971 – 1980

Archiv 1971 - 1980


Abschnitt IV - Ein dritter Neubeginn (Teil 3)


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Angesichts des Aufschwungs, den der TSV Weilheim unter Georg Kaufmann und Roman Schweiger genommen hat, versteht es sich von selbst, daß, als die Ära Schweiger Anfang 1972 mit der Wahl einer neuen Vorstandschaft (siehe Foto) zu Ende ging, es einen Bruch in der Vereinsentwicklung und in der Kontinuität der Vereinsführung zu vermeiden galt. Rückblickend kann behauptet werden, daß dieses Bemühen, gleichermaßen zum Wohle des Vereins wie aus Verpflichtung gegenüber den beiden großen Vereinsführern, nicht ohne Erfolg geblieben ist.

Weilheimer Turnvater

Aus den Reihen der Turner ist in einen Atemzug mit ihnen Georg Baesch zu nennen, der zweite "Weilheimer Turnvater" nach Hans Bayerl sen.. Aus Berlin stammend und dort bereits mit sechs Jahren aktiver Turner, ging er sofort nach dem Zusammenbruch Deutschlands daran, das Turnleben in seiner neuen Heimatstadt Weilheim wieder aufzubauen. Zunächst als Jugend- und Frauenwart, dann als Oberturnwart und Abteilungsleiter Turnen, später als langjähriger Gau-Oberturnwart und Gau-Vorsitzender im Turngau Weilheim-Werdenfels verhalf er unserem Verein und dem Turngau zu hohem Ansehen. Für diese seine Verdienste wurde im bereits im Jahre 1975 der Bundesverdienstorden verliehen (siehe Bild weiter unten). 1985 erhielt der 80jährige mit der Freidrich-Ludwig-Jahn-Plakette die höchste turnerische Auszeichnung und in der Würdigung anläßlich des 90.Geburtstages, den Georg Baesch am 22.November 1995 zusammen mit Weilheimer Turnbrüdern feiern konnte, hob Abteilungsleiter Manfred Bögl die menschliche und charakterliche Vorbildfunktion des "Weilheimer Turnvaters" hervor.

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Landrat Dr.Georg Bauer (2. v. links) verleiht am 3.Februar 1975 dem "Weilheimer Turnvater" Georg Baesch (2. v. rechts) den Bundesverdienstorden. Links der erste TSV-Vorsitzende Jürgen Bayer, rechts der zweite TSV-Vorsitzende Heinrich Jäger


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Entwicklung des TSV

3. In gleicher Weise wie von solchen herausragenden Persönlichkeiten und ihren zahlosen Helfern und Mitarbeitern (die in dieser Festschrift naturgemäß nicht namentlich erwähnt werden können, jedoch ehrend in den Vereinsannalen festgehalten sind), hängen Wohl und Wehe eines Sportvereins wie des TSV Weilheim angesichts der von ihm betriebenen Sportarten in erster Linie von der Verfügbarkeit und der Sicherung entsprechender Sportstätten ab. Zu allen Zeiten waren die Bemühungen der Verantwortlichen daher vornehmlich auf dieses vitale Bedürfnis ausgerichtet; über die schon im vergangenen Jahrhundert aufgenommenen Betrebungen zur Beschaffung einer eigenen Turnhalle haben wir bereits berichtet. Auch in dieser Hinsicht hat das vergangene Jahrhundert unserem Verein eine rasante positive Entwicklung gebracht.

23. Jan. 1986 - Pachtvertrag

Am 8.Juli 1948 schlossen die Stadt Weilheim und der TSV einen neuen Pachtvertrag über das Stadion an der Pollinger Straße ab, wobei dem Verein die Auflassung der dortigen "Heimgärten" in Aussicht gestellt wurde. Dieser Pachtvertrag ist in der Folgezeit wiederholt verlängert worden und abgeändert worden und gilt zur Zeit in der Fassung der Vereinbarung vom 23.Januar 1986, in die wegen der hohen Investitionen des Landkreises für seine weiterführende Schulen in die modernen leichtathletischen Anlagen jetzt auch der Landkreis als Vertragspartner einbezogen ist.

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Übergabe des Zotzenmühlwegs-Sportgeländes

Am 6.Dezember 1972 wurde die große Landkreis-Sporthalle ("Jahnhalle") ihrer Bestimmung übergeben. In der aus diesem Anlaß herausgegebenen Gedenkschrift des Landkreises Weilheim-Schongau erklärte der erste TSV-Vorsitzende Jürgen Bayer in seinem Grußwort, daß der TSV durch die Aufgabe seines wichtigsten Nebenspielfeldes seinen Teil zum Gelingen des großen Werkes beigetragen habe udn die Zusage der zuständigen Stellen vertraue, durch die weitgehende außerschulische Mitnutzung der neuen Hallen und durch die Schaffung von Ersatzfeldern entschädigt zu werden. In diesem Zusammenhang war dem Verein durch Landrat und Bürgermeister bereits am 18.Mai 1972 das neue Sportgelände am Zotzenmühlweg nebst Umkleidekabinengebäude übergeben worden (der Nutzungsvertrag datiert vom 25.April 1973). In der Folgezeit konnte mit Unterstützung der Stadt Weilheim hinsichtlich der Jahnhallen eine günstige Nutzungsregelung mit dem Landkreis getroffen werden. Die dortige Schwimmhalle war die Grundlage für die Wiedergründung unserer Schwimmabteilung im Sommer 1972, die seither, ununterbrochen unter der bewährten Führung von Erwin Weiß, eine sehr gute Entwicklung genommen hat.

1 Aug. 1972 - Nutzung der Dreifachturnhalle

Ebenfalls noch im Jahre 1972, nämlich am 1.August, sicherte sich der TSV vertraglich den größten Teil der außerschulischen Nutzung der neuerbauten Dreifachturnhalle der Hardtschule. Hinsichtlich der Turnhalle der Ammerschule erfolgte dies durch Vertrag mit der Stadt Weilheim vom 5.Oktober 1973 (später erweitert im Hinblick auf die Außensportanlagen), hinsichtlich der beiden älteren Gymnasium-Turnhallen und der Turnhalle der Berufschule durch Verträge mit dem Landkreis Weilheim-Schongau vom 16.April 1980, hinsichtlich des Ausweichplatzes an der Hardtkapellenstraße durch Vertrag mit der Stadt vom 22.September 1987, hinsichtlich der (von unserer Kyudo-Abteilung genutzten) kleinen Hochlandhalle durch Vertrag mit der Stadt vom 20.April 1988 und hinsichtlich der modernen Zweifachturnhalle der Röntgenschule schließlich durch Vertrag mit der Stadt Weilheim vom 2.Mai 1996. Bereits am 28.Oktober 1987 waren im TSV-Stadion die modernen leichtathletischen und Nebensportanlagen durch den Landkreis, Stadt, Schule und TSV in Betrieb genommen worden.

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Benefiz-Fußballspiel

Ein Benefiz-Fußballspiel zugunsten der Opfer des Brandanschlages von Mölln zwischen der Fußballabteilung und dem organisatorisch vom TSV mitbetreuten türkischen Fußballclub Weilheim erbrachte im Herbst 1992 einen Erlös von über 1200 Mark. Für sein ehrenamtliches Engagement erhielt der erste TSV-Vorsitzende Jürgen Bayer im November 1994 aus der Hand von Landrat Manfred Blschke die Verdienstmedaille des Bayerischen Ministerpräsidenten, bald danach druch den ersten Bürgermeister Klaus Rawe die Bürgermedaille der Stadt Weilheim. Der Bayerische Fußballverband ehrte Bayer im Jahre 1995 für 35 Jahre aktive Schiedsrichtertätigkeit.

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Der Patenverein TSV gratuliert


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16. Juni 1966

Als letztes die TSV-Sportstätten betreffendes Datum ist der 16.Juni 1996 zu nennen, an dem der erste Bürgermeister Weilheims, Klaus Rawe, in jüngeren Jahren ausgezeichneter Faustballspieler unseres Patenvereins TV Garmisch, im Weilheimer Stadion die mit finanzieller Unterstützung der Stadt geschaffene Beachvolleyball-Anlage ihrer Bestimmung übergab.

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Fahnenabordnung des Vereins

Im Hinblick auf die vielen Veranstaltungen des TSV 1847 Weilheim aus festlichen, geselligen, besinnlichen oder sonstigen Anlässen verdient der dankbaren Erwähnung, daß der Verein dabei schon seit Jahren durch eine ausschließlich aus jungen Sportlern seiner Ringerabteilung bestehenden repräsentative Fahnenabordnung stets würdig vertreten wird.

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22. Februar - Altenabend

6. Nicht ohne Grund sind in dieser Festschrift an führender Stelle die Namen der TSV-Ehrenmitglieder im Jubiläumsjahr verzeichnet. Entsprechend seiner langen und großen Tradition hat es unser Verein immer als eine Selbstverständlichkeit und angenehme Pflicht empfunden, die Kontakte zu älteren und treuen Mitgliedern intensiv zu pflegen und diese als lebende Bindeglieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart des TSV Weilheim weitgehend in das laufende Vereinsgeschehen einzubeziehen. Niemand weiß besser als ein alter Verein, dessen Traditionspflege weithin Beachtung findet (in einer Ausstellung im Weilheimer Stadtmuseum im März 1997 werden die interessantesten Archivstücke aus der Geschichte des Hauptvereins und seiner Abteilungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht), welche Kraft aus den Wurzeln der eigenen gesunden Vergangenheit geschöpft werden kann und daß jemand, der nicht weiß, wo er herkommt, auch nicht wissen kann, wo er steht und wohin er geht. Für die aktuelle Arbeit jeder Vorstandschaft und Abteilungsleitung ist die von den treuen älteren Mitgliedern vermittelte Kenntnis darüber, wie es früher war, von unschätzbaren Wert, und die derzeitige Vorstandschaft hatte zusätzlich die Genugtuung, immer wieder zu erfahren, daß ihre Bemühungen um die Turner und Sportler früherer Jahre bei diesen auf fruchtbaren Boden fallen. Soweit sie gesundheitlich dazu in der Lage sind, treffen sie sich nicht nur jedes Jahr einmal im Vereinsheim zu einem Ehrenabend mit Törggelen, sondern nehmen auch bei anderen Gelegeheiten, wie zum Beispiel Hauptversammlungen oder sportlichen und geselligen Treffen verschiedener Art, gerne am Vereinsgeschehen teil. Unsere hierzu abgebildeten Fotografien bezeugen, daß es dabei in besinnlicher oder heiterer Runde immer viel über die vergangenen Tage im Verein zu erzählen gab und gibt.

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November 1985- TSV Ehrenmitglieder bei der Besichtigung des neuen Vereines

Wie bereits mehrfach erwähnt wurde, daß die Unterstützung, die der TSV durch engagierte Ehrenmitglieder immer wieder in finanzieller, personaler, beratender oder sonstiger Hinsicht erfährt, eine unverzichtbare Hilfe ist. Darüberhinaus gilt ...

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Vereinsvorstände bis 1980


1847 Steigenberger, Jakob (Bild) Goldschmied, Vereinsgründer, Turnwart
1848 - 1850 Huber, August Rechtspraktikant
1850 - 1862 Kümmerle, Friedrich Postexpeditor
1862 - 1868 Steigenberger, Jakob (Bild) Goldschmied
1868 - 1873 Weinhart, Oswald (Bild) Wagenfabrikant, späterer Bürgermeister
1873 Miller, Johann Seifensieder
1873 - 1876 Ferchl, Benedikt Gärtner
1876 - 1880 Weinhart, Oswald (Bild) Wagenfabrikant, späterer Bürgermeister
1880 - 1884 Kleßinger, Max Kürschnermeister
1884 - 1887 Weinhart, Jakob Sattler
1887 - 1888 Weinhart, Josef Sattler
1888 - 1899 Kleßinger, Max Kürschnermeister
1899 - 1902 Fischer, Franz Lederhändler
1902 - 1905 Schmidt, Georg Bezirksfeldwebel
1905 - 1913 Geisenhofer, Thomas Schreinermeister
1913 - 1920 Bayerl, Hans (Bild) (Bild) Schneidermeister
1920 - 1927 Wegmann, Josef (Bild) Drahtwarenfabrikant
1927 - 1935 Tonagl, Friedrich Steuerobersekretär
1935 - 1941 Widmann, Pius Fotograf
1941 - 1946 Stibi, Hans Sportkreisführer, kommisarisch eingesetzt
1946 - 1949 Widmann, Pius Fotograf
1949 - 1951 Stahl, Ernst Kreisbaumeister
1951 - 1956 Kaufmann, Georg Geschäftsführer
1956 - 1972 Schweiger, Roman Landmaschinenkaufmann
1972 - 2008 Jürgen Bayer Oberlandesgerichtsrat