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Textilbremse: Schongaus Sumire Emi (im gelben Trikot, 2. v. l.) versucht, Weilheims Valerie Sulimma mit unlauteren Mitteln am Wurf zu hindern. © Roland Halmel
Weilheim/Schongau – Wie schon im Hinspiel taten sich die Handballerinnen des TSV Weilheim mit dem TSV Schongau schwer. Obwohl die beiden Landkreisrivalen neun Plätze und 20 Punkte trennten und Schongau abgeschlagen das Tabellenende ziert, mussten sich die Schützlinge von Coach Nico Beinlich erneut mächtig strecken, um auch das zweite Duell für sich zu entscheiden. Nach dem 34:27 im ersten Derby gewannen die Weilheimerinnen das vorletzte Saisonspiel in der Lechsporthalle mit 30:27 (10:12).
„Das war eine sehr durchwachsene Leistung“, räumte Beinlich nach dem Arbeitssieg ein, mit dem sein Team Platz drei in der Bezirksoberliga vorzeitig klarmachte. „Im Angriff waren wir von Beginn an zu ungenau, und das hat uns dann merklich runtergezogen. In der zweiten Hälfte hat auch defensiv nicht mehr viel zusammengepasst“, so Beinlich, der allerdings nicht seine Bestbesetzung aufbieten konnte. Deutlich zufriedener waren die Gastgeberinnen. „Das war eine 180-Grad-Wendung gegenüber dem schwachen Spiel zuletzt in Biessenhofen. Das ganze Team hat super gekämpft, nie aufgegeben und Weilheim ordentlich geärgert“, resümierte Schongaus Coach Florian Schweigart.
Sein Team erwischte einen Start nach Maß. Nach wenigen Minuten lagen die Gastgeberinnen 3:1 vorn (6.). Die Freude darüber währte aber nur kurz, da der Tabellendritte mit fünf Toren in Folge antwortete, bis ihn eine Strafzeit ausbremste. Danach entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, Schongau ließ sich nicht abschütteln. Kurz vor dem Wechsel gelang der 10:11-Anschlusstreffer.
Sumire Emi bescherte den Gastgeberinnen, die in Rückkehrerin Verena Mock einen starken Rückhalt im Tor hatten, unmittelbar nach der Pause mit ihrem Doppelpack zum 15:14 sogar die neuerliche Führung (37.). Die Antwort der Weilheimerinnen war ein 4:0-Lauf, mit dem sie erneut vorbeizogen. Im Anschluss hielt der Favorit die Schongauerinnen mit drei bis vier Toren auf Distanz. In den letzten Minuten machte Sara Garber die Partie nochmals spannend. Die erfolgreichste Schongauer Werferin (7 Tore) brachte ihr Team mit einem Dreierpack bis auf zwei Treffer heran. Weilheims Carlotta Rödig, die wie Leonie Spreitzer sechsmal einnetzte, machte erst sechs Sekunden vor der Sirene mit dem 30. Tor den Deckel auf diesen mühevollen Favoritensieg.RH
Statistik
Weilheims Spielerinnen und Tore: Carlotta Rödig (6), Leonie Spreitzer (6), Sarah Holzmüller (5), Jana Castan (3), Simone Schüller (3), Valentina Preissing (2), Valerie Sulimma (2), Johanna Obermair (1), Theresa Ostermair (1), Vanessa Nega (1), Ramona Feierabend, Katharina Wittkopf; Torhüterinnen: Michaela Scheffel, Raphaela Fiorenza.
Quelle: Weilheimer Tagblatt vom 25.3.26